Backlinks checken - eine Übersicht der gängigen Möglichkeiten

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Kurz gesagt: Ein Backlink ist ein Link von einer fremden Seite auf deine eigene Webseite. Wie viele es gibt, von welchen Seiten sie kommen und wie vertrauenswürdig diese Seiten sind, lässt sich mit ein paar frei zugänglichen und einigen kostenpflichtigen Tools recht schnell nachvollziehen. Die kostenlosen Optionen reichen für die meisten Nutzer völlig aus.

Wer zum ersten Mal nachsieht, wer eigentlich auf die eigene Seite verlinkt, ist oft überrascht, wie viele Quellen es tatsächlich sind, und wie wenige man selbst aktiv aufgebaut hat. Manchmal ist es ein Podcast-Auftritt, ein Eintrag in einem Branchenverzeichnis, ein Kommentar irgendwo auf Social Media oder auch mal eine Reihe von dubioser Seiten, die genau das als Geschäftsmodell aufgebaut haben: Backlinks die man kaufen kann und als Live-Beispiel gibt es Seiten, die genau die Seite bereits verlinkt haben. Eine Übersicht darüber wer wirklich verlinkt ist der erste Schritt, um zu verstehen, wo man eigentlich schon sichtbar ist.

Warum sich das lohnt nachzusehen

Backlinks sind seit jeher eines der Signale, mit denen Suchmaschinen einschätzen, wie vertrauenswürdig eine Seite ist. Eine Seite, auf die viele andere, selbst vertrauenswürdige Seiten verweisen, gilt tendenziell als relevanter als eine, auf die niemand verlinkt. Das gilt für Unternehmensseiten genauso wie für die persönliche Profilseite einer einzelnen Person.

Wenn eine Seite vertrauenswürdig ist (Domain Authority und Domain Trust), wird dies im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) dazu führen, dass die eigenen Inhalte weiter oben in den Suchergebnissen (SERPs) auftauchen.

Der Blick auf die eigenen Backlinks zeigt aber auch etwas anderes: welche Kanäle tatsächlich funktionieren. Wer merkt, dass ein bestimmtes Forum oder eine bestimmte Plattform regelmäßig Traffic bringt, kann diesen Kanal gezielt weiter bespielen, statt Zeit in Kanäle zu stecken, die nie etwas zurückgeben.

Kostenlose Wege, Backlinks zu prüfen

Google Search Console (oder auch GSC) ist der naheliegendste Startpunkt, weil er direkt von der Suchmaschine kommt, die am Ende zählt. Unter dem Bereich „Links" zeigt sie, welche externen Seiten auf die eigene verlinken, wie viele Links das insgesamt sind, und über welche eigenen Seiten am meisten verlinkt wird. Der Nachteil: Die Daten stammen nur von Google selbst und sind nicht immer vollständig aktuell. Je nachdem, wie häufig eigene und andere Webseiten indiziert werden.

Bing Webmaster Tools funktionieren nach demselben Prinzip, nur eben für Bing als Suchmaschine anstelle von Google. Gerade weil einige KI-Suchsysteme auf Bings Index zurückgreifen, lohnt sich ein Blick dorthin zusätzlich zu Google, nicht nur alternativ. Ein Account ist kostenlos und hier lässt sich analog zur Google Search Console die sitemap.xml einreichen, um der Suchmaschine zu zeigen, welche Seiten existieren. Bonus: Man erfährt ihr nach einiger Zeit auch was zu "KI Performance" sehen (Zitierungen von zB chatGPT).

Ahrefs Free Backlink Checker und ähnliche Gratis-Versionen kostenpflichtiger Tools zeigen einen begrenzten Ausschnitt (meist die stärksten Backlinks) ohne Anmeldung. Gut für einen schnellen, ersten Überblick, aber nicht vollständig. Bei Ahrefs gibt es auch einen kostenlosen Account, wo Backlinks über den Verlauf getrackt werden können, neben weiteren Informationen zu Seitenaufbau, Best-Practises und Verbesserungsmöglichkeiten.

Ubersuggest bietet ebenfalls eine kostenlose Backlink-Ansicht mit wenigen Abfragen pro Tag, ausreichend für gelegentliche Checks.

openSEO ist wie der Name vermuten lässt Open Source. Ähnelt in der Praxis einigen der kostenpflichtigen Tools. Läuft bequem in einem Docker-Container und nutzt z.B. Supabase als Datenbank. Auch einen Blick wert.

Kostenpflichtige Tools für den tieferen Blick

Wer nur gelegentlich nachschaut, braucht selten mehr als die kostenlosen Werkzeuge. Ein kostenpflichtiges Tool lohnt sich erst, wenn man Backlinks aktiv und wiederholt für eine Strategie nutzen will.

Ahrefs und Semrush gehören zu den umfassendsten Tools am Markt, mit vollständigen Backlink-Datenbanken, Verlauf über Zeit und Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Domains. Beide sind für Einzelpersonen mit gelegentlichem Bedarf meist zu teuer, aber Standard in vielen Agenturen.

Moz Link Explorer bietet einen ähnlichen Funktionsumfang mit einer eigenen Autoritäts-Kennzahl (Domain Authority), die inzwischen breit als informelle Orientierung genutzt wird, auch wenn sie kein offizielles Google-Signal ist.

Worauf es bei der Auswertung ankommt

  • Herkunft prüfen, nicht nur zählen. Zehn Links von irrelevanten oder fragwürdigen Seiten bringen weniger als ein einziger Link von einer thematisch passenden, vertrauenswürdigen Quelle. Das war früher tatsächlich noch etwas anders.

  • nofollow vs. dofollow unterscheiden. Viele Plattformen (etwa große Social-Netzwerke) markieren ausgehende Links standardmäßig als nofollow, was die direkte Weitergabe von Vertrauen einschränkt, aber trotzdem als Erwähnung zählt. Es gibt noch weitere Link-Arten wie z.B. ugc (steht für user generated content). Die Plattform meldet den Suchmaschinen hiermit (diesen Link hat der User selbst hinterlegt).

  • Wiederholung beobachten, nicht nur Momentaufnahmen. Ein einmaliger Export sagt wenig, ein Verlauf über mehrere Monate zeigt, ob eine Strategie tatsächlich wirkt.

  • Eigene, kontrollierte Profile nicht vergessen. Links von eigenen Profilen auf anderen Plattformen (etwa Business-Netzwerken) zählen genauso zum eigenen Backlink-Profil wie Erwähnungen durch Dritte. Auch Links in z.B. Spotify-Episoden bei Podcasts oder in der Beschreibung von Youtube Videos sind relevant.

Am Ende ist keines dieser Tools ein Selbstzweck. Die eigentliche Frage bleibt dieselbe, unabhängig davon, welches Tool man nutzt: Wo im Netz taucht der eigene Name eigentlich schon auf, und führt das konsequent an einen Ort zurück, der diese Erwähnungen auch tatsächlich verdient?

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